Lugano · 23–24.10.2026
Università della Svizzera Italiana
Analoge Könner versus digitale Spezialisten
Wer ist zuerst und besser im Ziel?
FREITAG, 23. OKTOBER 2026
Lugano
Günter Smailus, CEO der Intensiv SA und Prof. em. Adrian Lussi, Universität Bern begrüssen alle Teilnehmenden mit Danksagung an die Università della Svizzera italiana (USI).
(Deutsch - Simultanübersetzung in Italienisch und Französisch)
Prof. Thomas Attin, Universität Zürich, PD Dr. Alexis Ioannidis, Zürich und Prof. Frauke Müller, Universität Genf geben einen Überblick über das Kongressprogramm und den Ablauf der beiden Kongresstage.
(Deutsch und Französisch - Simultanübersetzung in Italienisch)
Die Adhäsivbrücke hat sich als minimalinvasive Versorgung insbesondere bei Einzelzahnlücken etabliert und erfährt im digitalen Zeitalter eine neue Dynamik. In diesem klinisch orientierten Vortrag wird vermittelt, was für den erfolgreichen Einsatz von Adhäsivbrücken entscheidend ist – von der korrekten Indikationsstellung über die klinische Umsetzung bis hin zur Nachsorge, mit praxisnahen Tipps.
Die Auswahl und konsistente Anwendung analoger und digitaler Planungsmethoden ist entscheidend für die Kontrolle des ästhetischen, anatomischen und funktionellen Ergebnisses unserer direkten Restaurationen. Die Präsentation wird anhand zahlreicher klinischer Fälle die möglichen Optionen aufzeigen, die systematisch die Prinzipien von Einfachheit und Rationalität integrieren, um ein optimales Ergebnis zu erzielen… und damit eine neue Realität bestätigen: Exzellenz ist nicht länger an komplexe operative Protokolle gebunden!
(Französisch - Simultanübersetzung in Deutsch und Italienisch)
Der Vortrag beleuchtet indikationsgerechte direkte Restaurationsverfahren und digitale Workflows in der Zahnerhaltung heute. Auch Konzepte wie die „Deep Margin Elevation“, bei denen man direkte und indirekte Verfahren gezielt kombiniert, werden diskutiert. Der Fokus liegt auf einer evidenzbasierten und praxisnahen Entscheidungsfindung.
Diese Abschiedsvorlesung beleuchtet mehrere aktuelle Gebiete. Zwei Schwerpunkte stehen im Fokus: Für die Kariesdiagnostik werden KI-basierte Systeme vorgestellt und deren Vor- und Nachteile diskutiert. Proteine und Polyphenole können mit der Zahnoberfläche und der Pellikel interagieren: Welche Rolle spielen sie in der Prävention der Karies und Erosionen in der Zukunft?
Digitale Technologien eröffnen in der Zahnheilkunde neue Möglichkeiten für Diagnostik, Behandlungsplanung und Laborkommunikation. Moderne Planungsmodule, effizientere Fertigungsmethoden und ein breites Materialspektrum ermöglichen innovative prothetische Behandlungskonzepte. Der Vortrag zeigt anhand klinischer Beispiele aktuelle Einsatzmöglichkeiten traditioneller und moderner Materialien sowie Technologien in Zahntechnik und zahnärztlicher Prothetik.
Der Vortrag beleuchtet die Periimplantitis von der Diagnose bis zu den verschiedenen therapeutischen Optionen, mit besonderem Schwerpunkt auf die Dekontamination der Implantatoberfläche. Dabei wird insbesondere die elektrochemische Dekontamination und ihr Potenzial für regenerative und rekonstruktive Ansätze hervorgehoben.
(Italienisch - Simultanübersetzung in Deutsch und Französisch)
Gezeigt wird, wie anspruchsvolle klinische Situationen mit direkten Kompositrestaurationen erfolgreich und ästhetisch versorgt werden können. Anhand zahlreicher Fallbeispiele stellt der Vortrag klinische Erfahrung, biologisches Verständnis und präzise analoge Technik in den Vordergrund – bewusst ohne digitale Workflows. Für den Patienten zählt primär das Ergebnis, für den Zahnarzt oft auch die unmittelbare Freude am gestalterisch-künstlerischen Arbeiten in der direkten Komposittechnik.
Diskussionsforum im Foyer mit Referenten, Dental-Ausstellern und Teilnehmern. Moderation durch Prof. Thomas Attin, PD Dr. Alexis Ioannidis und Prof. Frauke Müller.In der Dental-Ausstellung können innovative Produkte angesehen und bestellt werden.
Das Diskussionsforum wird im Foyer der Aula Magna mit Bewirtung begleitet.
SAMSTAG, 24. OKTOBER 2026
Prof. Thomas Attin, Universität Zürich, PD Dr. Alexis Ioannidis, Zürich und Prof. Frauke Müller, Universität Genf geben einen Überblick über das Kongressprogramm und den Ablauf des zweiten Kongresstages.
Digitale Technologien verändern die Zahnmedizin und zunehmend auch die Endodontie. Dieser Vortrag untersucht die Praxisrelevanz der Digitalisierung: Welche Veränderungen hat sie bereits bewirkt und welche Innovationen werden unser klinisches Vorgehen künftig prägen? Behandelt werden fortschrittliche Bildgebung, Planungsinstrumente, vernetzte Geräte und KI. Im Fokus steht die Kernfrage: Dienen diese Werkzeuge hauptsächlich Arbeitsvereinfachung oder steigern sie Qualität, Präzision und Reproduzierbarkeit unserer Behandlungen?
Voraussetzung für einen langfristigen Erhalt furkationsbefallener Molaren ist zunächst eine aussagefähige klinische und radiologische Diagnostik, die die anatomischen Besonderheiten des betreffenden Zahnes und seiner Umgebung genau beschreibt. Die darauf basierende interdisziplinäre Behandlungsplanung beinhaltet dann in aller Regel endontische, parodontal-chirurgische und prothetische Aspekte. Die entsprechende Expertise allein genügt aber nicht, für den Erfolg muss die Therapie zu den Möglichkeiten und Wünschen des Patienten auch passen.
Die Präsentation zeigt, wie digitale Technologien wie künstliche Intelligenz und CAD-CAM-basierte Workflows die individualisierte Kieferorthopädie unterstützen können. Anhand ausgewählter Beispiele werden digitale Prozesse in Diagnostik, Planung und Therapie vorgestellt und ihr Beitrag zu Präzision, Effizienz und interdisziplinärer Kommunikation erläutert. Gleichzeitig werden derzeitige Grenzen digitaler Systeme aufgezeigt und zukünftige Herausforderungen diskutiert.
Der Vortrag betrachtet die Mundhöhle als integralen Bestandteil des Gastrointestinaltrakts und zeigt, wie sich systemische Magen-Darm-Erkrankungen im Mundraum manifestieren können. Behandelt werden typische Befunde wie Schleimhautveränderungen, Ulzerationen, Halitosis oder Zahnerosionen sowie deren diagnostische Bedeutung. Ziel ist es, Zahnärzt:innen praxisnahe Hinweise für die frühzeitige Erkennung systemischer Erkrankungen zu vermitteln.
Glasfaser-Composite sind leistungsstarke Verbundwerkstoffe: Glasfasern nehmen Zugkräfte auf, während eine Compositmatrix sie schützt. In der Zahnmedizin sind glasfaserverstärkte Restaurationen wissenschaftlich belegt und direkt oder indirekt herstellbar. Sie ermöglichen eine elegante, atraumatische Versorgung von Einzel- und Mehrzahnlücken im Front- und Seitenzahnbereich. Seit 1998 erweitern sie besonders bei Kindern, Jugendlichen sowie komplexen dentalen, skelettalen und altersbedingten Situationen die Möglichkeiten der Lückenversorgung.
Eine verständliche und partnerschaftliche Kommunikation auf Augenhöhe ist ein zentraler Faktor für den Therapieerfolg. Digitale diagnostische Verfahren ermöglichen heute, Behandlungsoptionen anschaulich zu vermitteln und Patient:innen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Der Vortrag zeigt, wie digitale Tools Kommunikation und Shared Decision Making unterstützen, und beleuchtet deren Potenziale sowie Limitationen im klinischen Alltag.
Prof. Thomas Attin, Universität Zürich, PD Dr. Alexis Ioannidis, Zürich und Prof. Frauke Müller, Universität Genf, schliessen den Kongress mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf 2027 ab.
Dental InnovationCongressLugano · 23-24.10.2026
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Melanie Lino
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